Klügere Kinder durch gesunde Ernährung
Britische Forscher der University of Bristol fanden heraus, dass eine gesunde Ernährung die Intelligenz bei Kindern steigert. Dabei spielen besonders die ersten drei Lebensjahre eine wichtige Rolle: So steigert in diesen ersten Lebensjahren eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse die Intelligenz der Kleinen. Das belegen die Ergebnisse einer Langzeitstudie, an der etwa 4.000 Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft teilnahmen. Bei den Kindern beobachteten die Forscher die Ernährungsgewohnheiten im Alter von drei, vier, sieben und achteinhalb Jahren und zusätzlich mussten die Eltern Buch führen und die Mahlzeiten ihrer Kinder mit Punkten auf einer Skala von -2 bis +10 bewerten, wobei die -2 für eine ungesunde Mahlzeit wie Junkfood und die +10 für Obst und Gemüse stand. Die Kinder wurden mit achteinhalb Jahren einem Intelligenztest unterzogen, dessen Ergebnisse die Forscher mit den Ernährungsgewohnheiten verglichen. Bei diesem Vergleich wurden auch Störfaktoren wie beispielsweise die soziale Herkunft berücksichtigt.
Die Auswertung ergab, dass jeder Punkt auf der Skala der Dreijährigen mit einem höheren IQ von 1,67 im Alter von achteinhalb korrespondierte. Das bedeutet, je gesünder sich die Kinder also während der ersten drei Lebensjahre ernährten, desto besser schnitten sie auch bei dem Intelligenztest ab. Tomas Paus, der Studienleiter, begründet das mit dem Gehirnwachstum während der ersten drei Lebensjahre. „In den Entwicklungsphasen der Kindheit braucht das Gehirn besonders viele Nährstoffe“, bestätigt auch Michaela Axt-Gadermann, Professorin für Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg. „Das Gehirn ist wie ein Motor, der Treibstoff braucht. In den ersten Lebensjahren hat es ganz besondere Bedürfnisse“, erklärt sie.
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